Schöner Tag im echten Leben

Gestern war ein schöner Tag im echten Leben, den wir als Familie erlebt haben [dieser Artikel ist Ende Juni entstanden]. Wir durften so viel Freude von Gott empfangen. Und ganz nebenbei haben wir noch gearbeitet, Holz geholt und ein Wohnmobil gekauft.

Glücklich im echten Leben

Schon vor einigen Jahren haben wir beschlossen, dass wir kein zweigeteiltes Leben führen möchten. Es gibt für uns nicht die Arbeit und Mühe auf der einen Seite und dann die Freude auf der andern Seite in Form von Urlaub und Festen, auf die man im grauen Alltag hinarbeitet. Oft findet diese Freizeitgestaltung dann auch noch in einem künstlichen Rahmen statt, wie z.B. einem Indoorspielplatz. Wir möchten auch im Alltag mit unseren Kindern zusammen sein und ihnen zeigen, wie das echte Leben funktioniert, im besonderen auch die Arbeit.

Arbeit und Mühe sind anstrengend. Daran besteht kein Zweifel. Wir glauben auch nicht an Visionen und Zielsetzungen, die Geldverdienen ohne Arbeit und Mühe versprechen. Das kommt daher, dass wir Folgendes beherzigen:

Und zu Adam sprach er: Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir gebot und sprach: »Du sollst nicht davon essen!«, so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen! Mit Mühe sollst du dich davon nähren dein Leben lang;

Die Bibel 1 Mose 3:17

Auch wenn in Europa nur noch wenige den Erdboden bebauen, so gilt dieses Prinzip für die Arbeit in jeder Form: Sie ist mit Mühe verbunden.

Ich habe jedoch erfahren, wie dieser Fluch gleichzeitig auch ein Segen ist. Die körperliche Arbeit als Landschaftsgärtner hat mir geholfen, von manchen schlechten Angewohnheiten aus meiner Jugend wegzukommen, z.B. von der Melancholie.

Und so nehmen wir die Mühe und die Arbeit dankbar aus Gottes guter Hand.

Unser schöner Tag

Konkret bedeutet das, dass wir gestern als ganze Familie morgens um 6:30 Uhr (geplant war 6:00 Uhr) losgefahren sind, um Obstbäume zu gießen, die ich für einen Auftraggeber gepflanzt habe. Während ich die Bäume gegossen habe, hat meine Frau mit den Kindern ein gemütliches Picknick gemacht. Die Kinder hatten große Freude daran, hinten auf der Ladefläche zu sitzen, während ich von Baum zu Baum gefahren bin. Um 8:30 Uhr war ich damit fertig und so war noch etwas Zeit. Wir wollten gegen 12:00 Uhr ein Wohnmobil anschauen und hatten ein Stück Weg vor uns, aber da ich in der Nähe noch Brennholz liegen habe, nutzte ich die Gelegenheit und machte meinen Anhänger voll. Währenddessen hatten die Kinder auf der Wiese ihre Freude.

Dann hieß es: Jetzt aber los! Durch den beginnenden Sommerferienverkehr auf den Autobahnen ging es dann zu der Familie, deren Wohmobil wir uns anschauen wollten. Vorher musste ich aber noch etwas Geld abheben, um gegebenenfalls genügend Geld für den Kauf des Wohnmobils zu haben. Das ist jedoch leider nicht so einfach, da die Geldautomaten nur begrenzte Summen ausspucken. Und da ich vorher nicht geschaut hatte, wo die nächste Sparkasse ist und das Handy uns just in diesem Moment im Stich ließ, kam kurzfristig eine angespannte Stimmung auf. Wir sind da noch schwer am lernen, so etwas gelassen hinzunehmen.

Doch wir haben auch in dieser Situation Gottes Güte erfahren. Kurzerhand ins Ortszentrum gefahren, entdeckten wir auch schon die Sparkasse und erwischten im Getümmel auch sofort und direkt davor einen Parkplatz. Wir waren innerlich überführt und baten einander um Vergebung. Und so wurde unsere angespannte Stimmung wieder von uns genommen.

Und nun ging es fröhlich über die Autobahnen zu unserem Ziel. Dort angekommen wurden wir von einer entspannten Mutter mit ihren Kindern empfangen und machten uns daran, das Wohnmobil auf Herz und Nieren zu testen. Wobei ich das eigentlich alleine tat. Meine Frau erholte sich gut im Gespräch mit unserer Gastgeberin und die Kinder konnten auf dem großen und schönen Grundstück vergnügt spielen. In einer solch entspannten Atmosphäre lässt sich ein Wohnmobil wirklich gut prüfen.

Irgendwann nach 3 Stunden entschloss ich mich dann nach erneuter innerer Prüfung das Wohnmobil zu kaufen. Nicht deswegen, weil ich so überzeugt von meinen Prüfkünsten bin, sondern weil ich Frieden von Gott darüber hatte. Denn was weiß ich, ob der Motor die nächsten 1000 Kilometer überlebt? Da kann ich so viel prüfen wie ich will.

Wir wurden dann noch freundlich bewirtet und hatten während der Durchsicht der Papiere und der Vertragsangelegenheiten noch gute Gespräche. Um 18:00 Uhr sind wir dann endlich nach Hause aufgebrochen, hatten aber noch 3 Stunden Fahrt vor uns. Die wurde dann doch noch etwas länger, weil ich nun müde wurde und mich mehrmals verfahren habe und diesmal das Baby unterwegs gestillt werden wollte. Doch nach einem solch schönen Tag haben wir das ganz ohne Spannungen weggesteckt.

Zusammengefasst

Wir haben also an einem Tag folgendes gehabt:

  • Gearbeitet und Geld verdient,
  • auf der Wiese gepicknickt,
  • Brennholz geholt,
  • Geld ausgegeben und Wohnmobil gekauft,
  • Zeit als Familie gehabt,
  • gute Gespräche untereinander und mit andern geführt,
  • die Kinder haben gesehen, wie man ein Auto kaufen kann,
  • einen wunderschönen Ausflug gehabt.

Das ist für uns das „echte Leben“ und ein schöner Tag: Wir danken Gott dafür!

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